Gesetzliche Mahngebühren sind zulässig!

Das Kaufen von Waren aber auch die Inanspruchnahme von Dienstleistungen nimmt in Deutschland glücklicherweise weiter zu. Doch damit verbunden sind auch Mahnungen, die Kunden erhalten, sollten die eine Rechnung nicht beglichen haben. Mahnungen beinhalten Mahngebühren.

Doch die Frage, die sich hierbei zahlreiche Verbraucher stellen, ist, ob Mahngebühren zulässig und rechtens sind? Die Antwort lautet: Ja! Mahngebühren sind rechtens. Dennoch muss hierbei die Höhe der Mahngebühren im Auge behalten werden, da diese gesetzlich in puncto Höhe limitiert sind.

Gesetzliche Mahngebühren – Wann werden diese gestellt?

Gesetzliche Mahngebühren werden nur dann gestellt, wenn der Schuldner auch wirklich in Verzug geraten ist. Sollten Sie also eine Mahnung erhalten, dann prüfen Sie im ersten Schritt die Fälligkeit der Rechnung. Ist der Zahlungszeitraum bereits überschritten, dann sind die gesetzlichen Mahngebühren in jedem Fall rechtskräftig. Natürlich können Sie sich immer mit dem Gläubiger in Verbindung setzen und den Vorfall klären, sollten Sie nur vergessen haben, eine Rechnung zu begleichen. Viele Unternehmen zeigen hierbei die nötige Kulanz und erlassen die gestellten Gebühren. Grundbedingung hierfür ist jedoch die Begleichung der offenen Rechnung.

Mahngebühren – Wie hoch dürfen diese sein?

Auch die Höhe der Mahngebühren ist gesetzlich geregelt. Hierbei greift ein Gesetz im BGB, das besagt, dass Geschäfte mit Verbrauchern den Basiszinssatz von 5% nicht übersteigen dürfen. Diese Verzugszinsen sollen alle Kosten, die dem Gläubiger durch die Nichtzahlung der Rechnung entstanden sind, abdecken. Zudem dürfen Zweitmahnungen nicht höher als 2,50 Euro sein. Denn bei diesen Mahnungen werden lediglich das Porto und das Briefpapier in Rechnung gestellt, um die erneute Erinnerung an die noch offene Rechnung zu versenden.

Doch auch wenn es als sinnvoll erscheint, die Kosten von Mahngebühren zu hinterfragen, sollte dennoch die Grundlage eines Wiederspruches geschaffen sein. Hierzu sollte der Schuldner im ersten Schritt alle noch offenen Rechnungen begleichen, um eine solide Grundlage zur Erlassung der Gebühren zu haben. Die Rechtsgrundlage hält zahlreiche Lösungsoptionen bereit, dennoch sollte man sich in jedem Fall eine außergerichtliche Einigung vorziehen.