Verzugszinsen zwischen Verbrauchern und Nichtverbrauchern

Um das Thema der Verzugszinsen ausführlich ansprechen zu können, bedarf es in einem ersten Schritt der Klärung zahlreicher Fachtermini, die für eine verständliche Definition von Nöten sind. Generell beschreibt der Begriff Verzugszinsen Zinsen, die aus rechtskräftigen Geschäften zwischen Verbrauchern und Nichtverbrauchern entstehen.

Verzugszinsen werden erhoben, wenn dem Gläubiger Kosten entstehen, die auf das Versäumnis der Rechnungszahlung des Schuldners zurückzuführen sind. Der Verzugszinssatz ist somit ein wichtiger Bestandteil, der die Berechnung von Mahngebühren in Mahnschreiben bestimmt.

Berechnungsgrundlage von Verzugszinsen

verzugszinsenDie Berechnungsgrundlage der Verzugszinsen ist der Basiszinssatz der Deutschen Bundesbank. Dieser Basiszinssatz wird zu Beginn eines jeden Jahres neu festgesetzt und angeglichen. Hierbei ist die Entwicklung der Kapitalmärkte von großer Bedeutung. Entlang dieser Einstufungen sieht das deutsche Recht laut § 288 des BGB vor, die Verzugszinsen in unterschiedliche Einstufungen zu unterteilen. Hierbei wurde vom Gesetzgeber festgelegt, dass Geschäfte mit Verbrauchern bei einem Basiszinssatz von 5% angesiedelt sind. Geschäfte mit Nichtverbrauchern erhalten einen Basiszinssatz von 8%. Diese Unterteilung macht die Rechtslage eindeutig und schützt vor sogenannten willkürlichen Vertragsstrafen, die oftmals in den allgemeinen Geschäftsbedingungen unzulässig festgehalten werden. Die Höhe und die Berechnung der Verzugszinsen sind somit klar definiert und bieten einen ausreichenden Schutz vor Missbrauch.

Wo können Verzugszinsen auftreten?

Verzugszinsen kommen, wie eben angedeutet, in allen Bereichen zum Tragen. Denn „Geschäfte mit Verbrauchern“ meint zum Beispiel den Kauf von Waren und Leistungen von Endverbrauchern. Hat der Gläubiger in diesem Fall seine Rechnung gestellt, der Schuldner diese Rechnung allerdings nicht beglichen, dann kommen die Verzugszinsen nach dem oben beschriebenen Staffelungsprinzip bei Mahnungsschreiben zum Tragen. Denn diese Verzugsschuld soll die anfallenden Kosten des Gläubigers aufgrund der nicht gezahlten Rechnung abdecken. „Geschäfte mit Nichtverbrauchern“ meint dabei Geschäfte zwischen Unternehmen. Auch hier kommt die Formel der Verzugszinsen wie oben beschrieben zum Tragen.