Mahngebühren Höhe nicht gesetzlich geregelt

Wer als Kunde eine Rechnung nicht begleicht, der wird früher oder später eine Mahnung vom Gläubiger erhalten. Eine solche Mahnung beinhaltet nicht nur den offenen Rechnungsbetrag, sondern häufig zudem Mahngebühren und Verzugszinsen. Doch welche Mahngebühren Höhe ist gerechtfertigt? Und ist man als Schuldner dazu verpflichtet, diese Mahngebühren in vollem Umfang zu zahlen?

Wie hoch Mahngebühren ausfallen dürfen, ist nicht gesetzlich geregelt. So existiert bislang kein Urteil, welches besagt, dass im Falle des Zahlungsverzugs eine fixe Summe vom Schuldner aufgebracht werden soll. Fakt ist jedoch, dass es sich bei einem Zahlungssäumnis um einen Mehraufwand für den Gläubiger handelt, für den der Schuldner aufkommen muss.

Welche Höhe von Mahngebühren ist vertretbar?

höhe-der-mahngebuehrenSpätestens 30 Tage nach Zugang und Fälligkeit der Rechnung gerät der Schuldner bei Nichtbegleichen dieser in Zahlungsverzug. Erhält er die erste Mahnung, so ist diese zunächst nur als Zahlungserinnerung zu sehen, sodass hier in der Regel noch nicht mit Mahngebühren zu rechnen ist. Ab der zweiten Mahnung ist der Schuldner jedoch dazu verpflichtet, den Forderungen nachzukommen. Die Mahngebühren Höhe variiert und ist nicht klar geregelt. Allerdings handelt es sich bei diesen Gebühren um Kosten, die den durch die Mahnung entstandenen zusätzlichen Aufwand des Gläubigers abdecken sollen. In der Regel bewegt sich die Mahngebühr zwischen drei und fünf Euro. Hinzu können sich Verzugszinsen gesellen, die bis zu fünf Prozentpunkte über dem aktuell geltenden Basiszinssatz liegen können. Erscheint die Mahngebühren Höhe jedoch inakzeptabel hoch und steht diese in keinerlei Verhältnis zum Rechnungsbetrag, so sollten Schuldner sich an eine rechtsberatende Stelle wenden und sich im Hinblick auf die Forderungen beraten lassen.

Wie hoch dürfen Mahngebühren sein? Ein diskutables Thema!

Die Höhe von Mahngebühren ist ein stetig diskutiertes Thema, für welches es bis heute keine einheitliche Regelung gibt. Fakt ist jedoch, dass auch Mahngebühren, die rechtens sind und den Schuldner zu einer unmittelbaren Zahlung auffordern, immer in einem realistischen Verhältnis stehen müssen. So sind die Mahngebühren als Schadensersatzanspruch wegen Zahlungsverzug zu sehen und dürfen keinesfalls dazu führen, dass der Gläubiger besser gestellt wird.